Das Böse ist in uns Allen, so wie das Gute. Es ist das  Schattengesicht des Guten und die zweite Reichshälfte unseres Bewusstseins. Die Zerstörungskraft des Bösen ist die Voraussetzung für Wandlung und Neubeginn. Das Böse darf bleiben.

Was sich ändern sollte, ist unsere Haltung. Bisher spalten wir das Böse ab und schließen es aus,  Diese Strategie hat nichts gebracht. Im Gegenteil, verdrängte Inhalte werden übermächtig und entziehen sich jeglicher Kontrolle. Sie verselbständigen sich und beherrschen uns.

Um aus diesem Dilemma zu kommen bleibt uns nur ein Weg: den Teufel an unseren gedeckten Tisch zu bitten und ihm seinen gebührenden Platz zuzuweisen - in allem Respekt.

Ich habe zwei Jahre lang an meinem Buch über das Böse gedacht, erlebt und geschrieben. Meine erste umwälzende Erkenntnis war, dass der Kern des Bösen pure Verzweiflung ist. Verzweiflung über das eigene Tun. Das hat mein Herz geöffnet und mir geholfen, das Böse in mir und in der Welt mit ganz anderen Augen zu sehen.

Meinem inneren  Verständnis nach besteht das Universum ausschließlich aus Liebe, die, in Freude an sich selbst, ständig Neues kreiert.

Es gibt nichts und Niemanden, das oder der nicht aus dieser Liebe geboren ist. Das Böse hat diese Tatsache vergessen. Mein Anliegen ist es, das sogenannte Böse an seine Herkunft zu erinnern und damit integrierbar zu machen – für jeden Einzelnen von uns und für die Gemeinschaft der Menschen.  Das klingt ein wenig hochtrabend – die Gemeinschaft der Menschen – daher fange ich bei uns als „Einzelne“ an.

Unter der Schirmherrschaft der Liebe werden wir dem Bösen in uns begegnen und versuchen, es mit Hilfe unseres tiefsten Wissens, das in unserem Wesensgrund ruht, zu verstehen und anzunehmen, damit Verwandlung geschehen kann.

Termin:
27. bis 29. Jänner 2023

Ort:
Wien

Anmeldung:
Stefan Dörrer
https://perspektiefe.at/termin/seminarlieben/