Weit über das Schicksal unserer Ahnen hinaus tragen wir mit an Kriegen, Verfolgungen, Revolutionen und Genoziden. Tun wir das, weil wir die Toten ehren wollen und glauben, ihnen treu sein zu müssen, oder tun wir das, weil es ein Gesetz des Kollektivs ist und wir diesem Gesetz anscheinend nicht entkommen?

Die Toten der Vergangenheit heilen nicht, indem wir ihren Schmerz weiter tragen, sondern indem wir uns ihre vielen und reichen Erfahrungen zu eigen machen. Zurückliegendes Leid und zurückliegende Erfahrungen sind gleichermaßen in uns gespeichert. Wir entscheiden, was wir mit uns nehmen. Mit der Kostbarkeit von Erkenntnissen aus schweren Zeiten im Herzen können wir in die Zukunft gehen, um sie neu und anders zu gestalten, statt die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen. So bleiben die Toten lebendig, unsere Dankbarkeit gehört ihnen, ihre Erfahrungsschätze geleiten uns, und die Liebe der Schöpfung trägt den Prozess.

In diesem Seminar werde ich versuchen, den Teilnehmern das Gefühl zu vermitteln, wie es sich anfühlen könnte, vergangenes kollektives Leid hinter sich zu lassen, um mit den Erkenntnissen schwerer Zeiten reich beschenkt in die Zukunft zu gehen.

Diese veränderte Haltung dem Leben gegenüber ist ein existenzieller Entschluss. Wagen wir ihn?

Anmeldung: Ins Menschsein eingebettet tragen wir mit am Leid vergangener Zeiten. Wollen wir das?

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Termin:
12. bis 15. Mai 2022

Beginn und Ende:
Wir beginnen am Donnerstag um 16 Uhr mit einer kleinen Jause und um 17 Uhr beginnen wir zu arbeiten.

Kosten:
Teilnehmer mit Anliegen 450.- Euro
Hospitanten und Teilnehmer ohne Anliegen 350.- Euro

Ort:
Salzkammergut